Vortrag – Solidarische Landwirtschaft – was ist das überhaupt?

Seit einigen Jahren gibt es am plattsalat zwei Abholstellen für SoLawi’s. Einmal für die SoLawi vom Reyerhof, die ihre Mitglieder Mittwochs und Donnerstags mit frischem Gemüse, Eiern und Fleischprodukten im Glashaus versorgt und die Weinfrequenz die ihre Weinberge nach Permakultur Prinzipien gestalten.

Was eine SoLawi ausmacht zeigt das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft im folgenden Kurzfilm.

Wer in die Tiefe gehen möchte und mehr wissen will zu den Grundprinzipien und Gründen einer SoLawi, schaut sich den nachfolgenden Vortrag von Klaus Strüber an.

Klaus Strüber ist Demeter-Landwirt und hat im Jahr 2007 eine der ersten SoLawi gegründet. Seit 2014 ist er hauptberuflich europaweit als Berater in diesem Bereich tätig.

Wir finden das Konzept der SoLawi richtig gut und freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Weinfrequenz und dem Reyerhof!

Wintergemüse – was ist das eigentlich?

Als Wintergemüse werden die Sorten bezeichnet, die man bis in den ersten Frost hinein ernten kann und sich vor allem über den Winter hinweg lagern lassen. Seine Saison hat das Wintergemüse regelmäßig von Oktober bis März. 

Einige Gemüsesorten wie zum Beispiel der Grünkohl profitieren sogar von dem im Winter einsetzenden Frost. Durch sehr niedrige Temperaturen werden die Stoffwechselvorgänge in der Pflanze verlangsamt. Es wird weniger Energie in Form von Zucker verbraucht und gleichzeitig Zucker in der Pflanze durch die Photosynthese gebildet. Dies macht Grünkohl schmackhafter. Vor allem für Menschen, die Wert auf eine regionale Ernährung legen, ist es wichtig, die typischen Wintergemüsesorten zu kennen. Daraus lassen sich dann leckere Eintöpfe, Schmorgerichte aber auch Sauerkraut aus Weißkohl zubereiten.

Was zählt alles zum Wintergemüse?

Darunter fallen die meisten Kohlsorten (Grünkohl, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl und Kohlrabi) und Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken und Petersilienwurzeln, Sellerieknollen, Steckrüben und Rote Bete. Nicht zu vergessen Lauch und Topinambur. Bei den Salaten greifen wir im Winter am besten zu Chicorée, Feldsalat und Radicchio und Postelein (Gewöhnliches Tellerkraut).

Was sind die Vorteile von heimischem Wintergemüse?

  • Wintergemüse sind saisonal und regional
  • Wintergemüse sind gut für die Umwelt: Denn es braucht keine Anzucht unter Glas in beheizten Treibhäusern, keine Folientunnel und keine langen Transporte, die viel Energie in Form von CO2 benötigen.
  • Wintergemüse schmecken gut: Dürfen Pastinake, Grünkohl und Co. unter freiem Himmel voll ausreifen, sind sie intensiv im Geschmack und können mehr Nährstoffe anreichern. Direkt nach der Ernte landen sie frisch und knackig auf dem Markt. Ganz anders verhält es sich bei importierter Ware: Die Früchte sind noch unreif bei der Ernte, damit sie den langen Weg zu uns überstehen. Geschmack entsteht gar nicht erst. Und leider gehen auch viele Vitamine und Vitalstoffe beim Transport verloren.
  • Wintergemüse stecken voller Vitalstoffe, Vitamine, sekundären Pflanzenstoffe und Mineralstoffe: Diese unterstützen das Immunsystem im Winter. Denn saisonale und heimische Gemüse haben einen besonders hohen Nährstoffgehalt – da sie ganz ausreifen dürfen. Beispielsweise stecken in Kohlsorten Vitamin A, B und C, Kalzium, Eisen, Magnesium und sogar Folsäure. Letztere ist wichtig für den Aufbau von roten Blutkörperchen und somit für die Neubildung von Zellen. Außerdem ist Kohlgemüse ballaststoffreich, dabei aber kalorienarm.

Vortrag – Die Gesundheit des Menschen beginnt im Boden

Was hat das Bodenleben eigentlich mit der Gesundheit des Menschen zu tun? Und wie sollte die Landwirtschaft aussehen, wenn wir potentielle Zusammenhänge erkennen? Ein Vortrag von Stefan Schwarzer

Über den Referenten: Stefan Schwarzer ist Physischer Geograph und Permakultur-Designer im Ökodorf Schloss Tempelhof. Er hat lange für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gearbeitet und ist Organisator von Symposien, Tagungen und Webinarreihen zu Themen der aufbauenden Landwirtschaft und zu »Klima-Landschaften«. Gemeinsam mit Ute Scheub veröffentlichte er 2017 das Buch »Humusrevolution« und in 2023 das Buch »Aufbäumen gegen die Dürre«.

Online Vortrag – Wasser pflanzen. Mit Vegetation das Klima kühlen

Was ist die Ursache der heißen Sommer, den Dürren, Überflutungen und großflächigen Bränden? Wie kann Vegetation das Klima kühlen und was sind fliegende Flüsse?
Der nachfolgende Vortrag und das Buch »Aufbäumen gegen die Dürre« von Stefan Schwarzer und Ute Scheub werfen einen völlig neuen Blick auf die Klimakrise: Alle reden nur von CO2, dabei sind Dürre, Hitze und Fluten auch Folgen von massiven Veränderungen der Landschaft, Bodenversiegelungen und gestörten Wasserkreisläufen. Die gute Nachricht: Daran können wir etwas ändern, ohne darauf warten zu müssen, dass die nächste Klimakonferenz endlich Ergebnisse bringt. Lokale Gruppen und engagierte Kommunen können zwar nicht den CO2-Gehalt der Atmosphäre senken, wohl aber die Temperaturen vor Ort. Wasser und Vegetation sind dabei die Lösung: Gelingt es uns, mehr Wasser in der Landschaft zu speichern sowie Städte und Landschaften zu begrünen, kann es mehr regnen und kühler werden, die Überschwemmungsgefahr sinkt. So bekommen wir drei Lösungen zum Preis von einer: Klima-, Arten- und Gesundheitsschutz. Das Buch nimmt uns mit in intakte Flusslandschaften, Acker und Flure, zukunftsfähige Wälder sowie Städte, die Wasser wie Schwämme speichern, statt es in die Kanalisation zu leiten. Ein Buch, das Mut macht und zum Nachmachen inspiriert.

Über den Referenten: Stefan Schwarzer ist Physischer Geograph und Permakultur-Designer im Ökodorf Schloss Tempelhof. Er hat lange für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gearbeitet und ist Organisator von Symposien, Tagungen und Webinarreihen zu Themen der aufbauenden Landwirtschaft und zu »Klima-Landschaften«.

Aufbäumen gegen die Dürre – oekom Verlag